Hotel Brauhaus Stephanus

Der Brauvorgang

- die sieben Schritte zum Stephanus Bräu

Der Brauvorgang

- ein Handwerk mit jahrtausende alter Tradition

Wir öffnen um 11 Uhr

Mit Hingabe fürs Handwerk

...und für den Erhalt des Ursprünglichen. Bier ist eben Kultur.

Für den einzigartigen Gaumenkitzel unserer Biere ist unser Créateur de Bier verantwortlich: Lambert Albermann. Unter seiner Regie entstehen unsere Biere. Das Original das Ur-Typ, der Frühlings- und der Winterdoppelbock und natürlich die beiden jüngsten Kreationen; das erste Coesfelder Weißbier und der Grünhopfen. 

Wenn man zur rechten Zeit bei uns im Brauhaus ist, kann man unserem Bierbrauer beim Brauen (fast) über die Schulter schauen. Die kupfernen Braukessel stehen sozusagen mitten in unserer Braustube. Sollten Sie mal Zeuge werden, beantwortet er dann auch spontane Fragen vor Ort. Wir haben Herrn Albermann auch einige der prominentesten Fragen gestellt. Dies sind seine Antworten...

Dies sind seine Antworten...

Lambert Albermann

Warum schmeckt das Stephanus Bräu so unverwechselbar?
»Die saloppe Antwort: „Weil ich es braue“. Die Zutaten sind ja bekannt. Wir brauen nach dem Deutschen Reinheitsgebot, der Geschmack kommt davon, dass wir uns und unserem Produkt Ruhe und Zeit geben, um unser Bier zum echten Stephanus Bräu zu machen.«

Wie viel Zeit vergeht vom Schroten des Malzes bis zum frisch gezapften Bier?
»Beim Stephanus sind es fünf Wochen. Einen Tag braucht es den Sud anzusetzen. Eine Woche dauert die offene Hauptgärung. Darauf folgen ganze vier Wochen der Reifung. Der Winterdoppelbock braucht sogar bis zu 14 Wochen.« 

Angesichts der vielerorts aufpoppenden Craft-Biere; wie wichtig ist Ihnen des Reinheitsgebot?
»Mir persönlich ist das Reinheitsgebot sehr wichtig. Es gibt unzählig viele Malz- und Hopfen-Sorten die mir, als Brauer, eine schier unendlich große Variationsvielfalt für kreative Bier-Kreationen eröffnen. Ich halte nicht viel vom extremen Experimentieren. Ersatzstoffe wie Koriander oder Kaffeebohnen oder sogar die getragenen Socken von Oma braucht es nicht, um Geschmack ins Bier zu bekommen. Ich möchte aber nicht pauschalieren. Ich finde es gut, wenn sich kreative Menschen mit Hingabe dem Lebensmittel „Bier“ auseinandersetzen und somit die Biervielfalt durchaus positiv erweitern.«

Wie läuft die Entwicklung neuer Biersorten ab? Wie gelangt etwa das „Weißbier“ ins Sortiment?
»Am Anfang steht die fesselnde Idee. Was dann folgt, ist meist Überzeugungsarbeit. So sind oft besondere Ereignisse der Anlass für das Schaffen einer neuen Bier-Kreation. Das erste „Coesfelder Weißbier“ ist beispielsweise ein Kind der Fußball-WM 2018. Was nur eine einmalige Freude sein sollte, ist nun fester Bestandteil unseres Jahreszyklus. Das „1468er“ ist entstanden anlässlich des jährlichen Treffens des Vereins der Privaten Braugasthöfe. Wer es zu diesem Event kosten durfte, hatte Glück: es wird niemals wieder nachgebraut.«

Bier als Gewürz? Empfehlen Sie Bier zur Verfeinerung von Gerichten?
»Aber sicherlich. Die Bockbiersoße, hier im Brauhaus, ist ein gutes Beispiel für die Veredelung von bekannten Komponenten mit Bier. Außerdem ist unser Camembert mit einem knusprigen Bierteig ummantelt. Bier ist auch fürs Kochen daheim eine Zutat, die durchaus eine schmackhafte Note ins Gericht bringt. Aber Achtung! Das Pils ist nicht so gut fürs Kochen geeignet. Der Hopfenanteil bringt zu viel bittere Noten hinein. Ein mildgehopftes Bier wie ein Kölsch, ein Alt oder ein Weizen wäre hier eher meine Wahl.« 

Der Brauvorgang

So entsteht unser stets frisch gebrautes Stephanus Bräu

Für alle die noch nicht wussten wie ein Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird, haben wir hier ein Schaubild für Sie abgebildet.

Der Brauvorgang

» Schritt 1 «
Schrotmühle
Die Malzkörner werden zunächst in der Schrotmühle gemahlen. 

» Schritt 2 «
Maischpfanne
Das gemahlene Malz wird nun in der Maischpfanne mit Wasser zur sog. Maische vermengt und auf verschiedene Temperaturstufen erhitzt. Natürliche Enzyme aus den Malzkörnern wandeln nun die wasserunlösliche Starke in löslichen Malzzucker um. 

» Schritt 3 «
Läuterbottich
Die Maische gelangt nun in den Läuterbottich. Hier werden die festen Bestandteile von den Flüssigen getrennt. Das sind vorrangig die Hüllen der Malzkörner. Den festen Anteil nennt der Braumeister „Treber“, den Flüssige wird „Würze“ genannt. 

» Schritt 4 «
Würzepfanne
Nur die Würze gelangt nun in die Würzepfanne. An dieser Stelle wird ihr der Hopfen hinzugegeben und eineinhalb Stunden gekocht. Je mehr Hopfen, umso hopfenbetonter - also herber - schmeckt das Bier, wenn es fertig ist. 

» Schritt 5 «
Whirlpool
Nach dem Kochen werden die letzten noch verbliebenen Trubstoffe aus der Würze entfernt. Das passiert im Whirlpool. Klingt gemütlich, aber Whirlpool heißt eigentlich nichts anderes als „Wirbelbecken“. 

» Schritt 6 «
Würzekühler
Jetzt erst mal cool werden! Nun wird die Würze im Würzekühler schonend heruntergekühlt. 

» Schritt 7 «
Offener Gärbottich und Lagertank
Nun darf gegoren werden! Jetzt - im Gärtank - wird die Hefe hinzugegeben. Die Hefe waltet hier ihres hohen Amtes und wandelt den gelösten Malzzucker in Kohlensäure und Alkohol um. Ist die Arbeit erledigt, wird sie abgezogen und das „Jungbier“ wird zur Nachgärung in den Lagertank geschlaucht, wo es bis zu seiner vollen Reife in Ruhe nachgären kann. 

 

Und wenn Sie den Brauvorgang ein mal live erleben wollen, fragen Sie nach einer Führung durch unsere Brauanlage. Unser Kreateur gewährt Ihnen Einblick in unsere "heiligen" Hallen. Fragen Sie uns!